Tipps zum Saisonstart: So bist du bestens für den SUP-Sommer vorbereitet

Steigende Außen- und Wassertemperaturen, traumhaftes Wetter und ein ruhiger See. Der Frühling steht vor der Tür und so kann auch die neue Stand-Up-Paddling-Saison starten! Wer nicht im Winter bei Schneefall und Temperaturen um die Minusgrade gepaddelt ist, wird nach einer längeren Pause wieder zum Paddeln gehen. Gerade zum Saisonstart probieren aber auch viele Neulinge Stand Up Paddling mit einem Einführungskurs aus oder leihen sich Board und Paddeln an einem der vielen Verleihstationen. Denn Stand Up Paddling bietet Freiheit, eröffnet neue Blickwinkel auf die Natur und ist ein sportliches Ganzkörpertraining.

Sommer, Sonne, Stand Up Paddling! Die besten SUP-Tipps zu Sicherheit und Vergnügen auf dem Board!

Damit du perfekt vorbereitet bist und mit guter Laune in die neue Stand-Up-Paddling-Saison starten kannst, habe ich für dich die wichtigsten Tipps zusammengestellt.

Stand Up Paddling am Staffelsee (Foto: W. Pfannkuch)
Stand Up Paddling am Staffelsee (Foto: W. Pfannkuch)

SUP-Tipp zum Saisonstart: Equipment, Sicherheit und Wetter

Die Außentemperaturen steigen bereits auf bis zu 20 Grad Celsius, die Wassertemperaturen der Flüsse und Seen liegen teilweise aber noch im einstelligen Bereich. Daher ist es jetzt zum Start der SUP-Saison besonders wichtig, das passende Equipment zu benutzen und auf die eigene Sicherheit zu achten. Dabei gilt ein Grundsatz: Du kleidest dich immer nach der Wassertemperatur, nicht nach der Lufttemperatur! Deshalb ist bei den im Frühling vorzufindenden Wassertemperaturen ein Trockenanzug oder Neoprenanzug die richtige Bekleidung fürs Stand Up Paddling, und nicht Boardshorts mit Lycra. Ein Trocki oder Neo mag dir bei Außentemperaturen um 20 Grad Celsius zu warm vorkommen, aber für den Fall der Fälle – den Fall ins Wasser – bist du optimal angezogen. Unter den Trockenanzug kannst du bei warmen Temperaturen dünne Sportbekleidung tragen, das ist vollkommen ausreichend. Und nicht die Neoprensocken und Neoprenschuhe für warme und trockene Füße vergessen 😉

Für die eigene Sicherheit ist aber weitere Ausrüstung wichtig: Auf Seen oder ruhigen Flüssen solltest du immer eine Leash verwenden, um stets eine Verbindung zu deinem Board zu haben. Denn: Leashes save lives! Zudem empfehle ich dir, eine Schwimmweste oder einen Auftriebskörper (z.B. Restube*) zu benutzen, um ein weiteres Sicherheitsfeature bei deiner Paddel-Tour dabei zu haben. Solltest du ins Wasser fallen, du dich unwohl fühlen oder dein Board wegtreiben, kannst du an der Schnur des Auftriebskörpers ziehen und er bläst sich in sekundenschnelle von selbst auf.

Zudem solltest du unbedingt den lokalen Wetterbericht und die Windvorhersagen prüfen: Passt etwa die Windrichtung zu deiner geplanten SUP-Tour? Wie sieht die Vorhersage für die nächsten Stunden aus, in denen du  auf dem Wasser bist? Kann ich eine Seeüberquerung wagen oder sollte ich lieber am Ufer entlang paddeln? Welche lokalen Einflüsse sind beim Wetter zu beachten? Bedenke auch immer, dass sich das Wetter schnell ändern kann und du stets darauf vorbereitet sein solltest.

Vor allem der Wind macht Stand-Up-Paddlern zu schaffen. Besonders auf die Windrichtung solltest du achten. Um bei einer Tour genügend Kraftreserven zu haben, solltest du zunächst gegen den Wind paddeln, um auf der Rückfahrt bei nachlassenden Kräften den Rückenwind ausnutzen zu können.

Stand Up Paddling am Staffelsee (Foto: W. Pfannkuch)
Stand Up Paddling am Staffelsee (Foto: W. Pfannkuch)

SUP-Tipp zum Saisonstart: Das Team

Sowohl im Winter als auch im Frühling gehe ich gern mit mindestens einem weiteren Paddler aufs Wasser. Zunächst macht es einfach mehr Spaß, wenn dich jemand bei einer Tour begleitet, wie etwa Valeri zuletzt auf einer traumhaften Tour auf dem Walchensee. Du kannst dich unterhalten, gemeinsam neue Locations entdecken und Spaß auf dem Wasser haben. Das gemeinsame Paddeln hat aber auch einen zusätzlichen Sicherheitsaspekt: Man ist mit zwei Boards auf dem Wasser, kann sich in einer Notfallsituation gegenseitig helfen und aufeinander achtgeben.

Der Walchensee bei Traumbedingungen (Foto: V. Regehr)
Der Walchensee bei Traumbedingungen (Foto: V. Regehr)
Gemeinsam auf SUP-Tour am Staffelsee (Foto: T. Pfannkuch)
Gemeinsam auf SUP-Tour am Staffelsee (Foto: T. Pfannkuch)

SUP-Tipp zum Saisonstart: So fängst du mit Stand Up Paddling an

Für die ersten Stehversuche auf dem Stand-Up-Paddling-Board und erste Paddelschläge solltest du dir einen sonnigen Tag mit kaum Wind sowie bestenfalls einen See mit glatter Wasseroberfläche oder einen Fluss mit geringer Fließgeschwindigkeit aussuchen. Die meisten SUP-Stationen und SUP-Schulen sind an sicheren und einfach zu paddelnden Locations zu finden. Deshalb brauchst du dir bei deinen ersten SUP-Versuchen hierüber keine großen Gedanken machen.

Stand Up Paddling sieht einfach aus – der Teufel steckt aber im Detail. Daher empfehle ich dir als Anfänger einen Einsteigerkurs zu besuchen und nicht einfach ein Board und Paddel zu leihen. Ein Einsteigerkurs dauert meist rund 90 Minuten. Du lernst darin die grundlegenden Dinge und bist gut vorbereitet für eigene Touren.

Zu Beginn des Kurses erfährst du, wie du dir dein Paddel optimal einstellst und welche verschiedenen SUP-Boardtypen es gibt. Nach einer kurzen Sicherheits- und Location-Einweisung geht es dann schnell aufs Wasser. Dort bekommst du zunächst im Knien ein Gefühl für das Board. Und dann stehst du auf und wirst zitternde Knie haben. Aber vertrau mir, das Zittern hört nach wenigen Minuten auf – garantiert!

Anschließend zeigt dir dein Coach die grundlegenden Paddeltechniken: Wie paddel ich möglichst energieeffizient geradeaus? Und wie wende ich? Denn irgendwann möchtest du ja auch zu deinem Ausgangspunkt zurückkommen 😉 Das Gezeigte kannst du dann gleich auf dem Wasser üben und bekommst zunehmend den Kniff raus, wie du mit Board und Paddel umgehst.

Die Landschaft entdecken - am besten geht's mit dem SUP (Foto: T. Pfannkuch)
Die Landschaft entdecken – am besten geht’s mit dem SUP (Foto: T. Pfannkuch)

Zum Kurs solltest du Sonnenschutz, Badebekleidung, ein Handtuch, ein schnell trocknendes Shirt sowie ausreichend Getränke mitbringen. Eine Liste mit SUP-Schulen in Bayern habe ich für dich hier vorbereitet:

Ich wünsche dir viel Spaß auf dem Board und einen tollen Saisonstart!

Bei Fragen kannst du dich gerne im Kommentar oder per Mail an mich wenden.

 

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1 Gedanke zu “Tipps zum Saisonstart: So bist du bestens für den SUP-Sommer vorbereitet

  1. Sehr schöner Beitrag!
    Für den Saisonstart ist es schon höchste Zeit. Habe erst letzte Woche (unfreiwillig) festgestellt, dass das Wasser bei uns (Müggelsee) inzwischen die 19°C überschritten hat. Echt überrascht war ich ja über die vielen SUP Stationen bei euch in der Nähe. Auf meiner Webseite habe ich mal versucht tolle Spots aufzulisten, aber da geht gerade im Raum Bayern bestimmt noch mehr. Wenn ihr da noch was wisst, würde ich mich über eine Eintragung sehr freuen:
    https://www.stand-up-paddling.org/deutschlandkarte/

    MfG Max von stand-up-paddling.org

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