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SUP Tour im Winter Wunderland auf dem Eibsee

Ersten Schneefall am Fuße der Zugspitze. Frühmorgens machen sich die ersten Skifahrer auf dem Weg zur Gondel, die sie auf den Gletscher von Deutschlands höchstem Berg bringt. Ich habe aber einen anderen Plan, hole mein SUP aus dem Kofferraum und lege es auf den schneebedeckten Boden. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und Bodennebel ist das Aufpumpen meines Starboard Touring 12.6 Deluxe Single Chamber das passende Aufwärmprogramm. Mein Plan heute: die erste Wintertour auf dem Eibsee – mitten im Winter Wunderland des bayerischen Zugspitzgebiets.

Der Eibsee – auf knapp 1.000 Metern Höhe und direkt unterhalb der Zugspitze gelegen – ist einer der schönsten SUP-Spots Deutschlands. Umgeben von dichtem Nadelwald, der rundherum bis dicht ans Ufer reicht. An der Südseite ragt das Zugspitzmassiv bis auf 2.962 Meter hinauf. Im Winter ist die Kulisse des Bergsees mit seinen acht kleinen Inseln noch atemberaubender als in den anderen Jahreszeiten. 

Der Nebel über dem Eibsee löst sich zum perfekten Zeitpunkt auf. Das Board ist aufgepumpt und ich mache mich im Trockenanzug auf dem Weg zum See. Die Skifahrer, die mir entgegenkommen, schauen mich verdutzt an und fragen sich wahrscheinlich: Was möchte der bei diesen Temperaturen auf dem Wasser? Die Antwort: Die atemberaubende Winterkulisse auf dem See genießen. Alleine bei völliger Stille über den See paddeln. Die Natur förmlich inhalieren.

Vom Startpunkt direkt neben dem Wasserwachthaus paddel ich auf direktem Weg zur kleinen Insel Schönbuhl. Die kleine Holzhütte mit dem roten Dach auf der kleinen Anhöhe verleiht ihr einen ganz besonderen Charme. 

Foto: Thomas Pfannkuch / SUPmatrose.de
Foto: Thomas Pfannkuch / SUPmatrose.de

Mein nächstes Ziel auf der winterlichen Tour zieht mich in einer der kleinen Buchten. Direkt davor liegt lang gezogen die Braxeninsel mit ein paar Schilfbüscheln und kleinen Nadelbäumen. Der Farbmix aus braun- und grüntönen der Natur mit dem smaragd- bis türkisfarbenen glasklaren Wasser ist einfach faszinierend. Kurzzeitig denke ich, dass ich mich inmitten Kanadas befinde. Aber nein, ich bin inmitten in einer der schönsten Regionen Bayerns. Ich kann mein Glück kaum fassen.

Foto: Thomas Pfannkuch / SUPmatrose.de
Foto: Thomas Pfannkuch / SUPmatrose.de
Foto: Thomas Pfannkuch / SUPmatrose.de
Foto: Thomas Pfannkuch / SUPmatrose.de
Foto: Thomas Pfannkuch / SUPmatrose.de

Der Nebel kommt zurück und legt sich sanft über den Eibsee. Die Zugspitze ist komplett wie in Zuckerwatte eingehüllt. Zeit, den Rückweg anzutreten! Ich mache noch einen kurzen Abstecher auf den Untersee, paddel dazu unter der kleinen Brücke hindurch. Die Spaziergänger darauf blicken nach unten. Sie fragen, ob es nicht kalt auf dem SUP Board ist. Mir ist vor lauter Glücksgefühlen warm ums Herz. Die kalten Temperaturen spüre ich gar nicht. Ein perfektes Ende einer wunderbaren kleinen Tour im Winter Wunderland Eibsee.

Foto: Thomas Pfannkuch / SUPmatrose.de
Foto: Thomas Pfannkuch / SUPmatrose.de

Für eine Wintertour auf dem Eibsee braucht es allerdings etwas Glück: Die Region ist zwar sehr schneesicher, aber der See ist im Winter schnell und dann lange zugefroren. Deshalb bin ich umso glücklicher, das perfekte Timing erwischt zu haben.

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