Test: Garmin vivoactive HR – Smartwatch mit SUP-Funktion

Mit der vivoactive HR hat Garmin eine neue GPS-Smartwatch vorgestellt. SUPmatrose hat den Activity Tracker getestet. Besonderes Augenmerk wurde hierbei auf die SUP-Funktion gelegt, mit der Trainings, Rennen oder Touren aufgezeichnet und später ausgewertet werden können.

Lieferumfang und erster Eindruck

Die Garmin vivoactive HR* ist der Nachfolger der vivoactive – mit erweiterten Features und neuen Tracking-Möglichkeiten. Die Multisport-Uhr wird in einer kleinen Box geliefert. Neben der Bedienungsanleitung und dem Sicherheitshinweis liegt der Uhr ein USB-Kabel mit Ladeklemme bei, mit dem die Uhr aufgeladen und über den PC mit „Garmin Connect“ synchronisiert wird. Die Klemme wird links und rechts an der Uhr befestigt, an der Unterseite der Uhr befindet sich die Schnittstelle. Über Bluetooth und iOS- bzw. Android-App können die Daten auch direkt über das Smartphone oder Tablet synchronisiert werden.

Garmin vivoactive HR (Bildquelle: Garmin)
Garmin vivoactive HR (Bildquelle: Garmin)

Ich habe die Uhr mit dem Standard-Armband (Handgelenkumfang von 137 bis 195 mm) in schwarz erhalten. Für größere Arme ist die Uhr auch mit einem XL-Armband (Handgelenkumfang von 162 bis 225 mm) bestellbar. Beim ersten Tragen fällt sofort der sichernde Verschluss auf. Die Uhr ist an den Seiten zudem abgerundet und passt mit dem breiten Armband optimal um mein Handgelenk. Der Tragekomfort im Alltag ist sehr gut.

Das Touch-Farbdisplay mit 28,6 mm x 20,7 mm und 205 x 148 Pixeln ist sowohl bei Tag und bei Nacht also auch bei Sonne und Schatten gut ablesbar. Mit einem Gesamtgewicht von 47,6 g ist die GPS-Smartwatch angenehm zu tragen.

Activity Tracker, Sport-Apps und Smartwatch 

Garmin vivoactive HR - Pulsmesser (Bildquelle: Garmin)
Garmin vivoactive HR – Pulsmesser (Bildquelle: Garmin)

Während der Testphase war die vivoactive HR mein täglicher Begleiter. Sie zeichnete ganztägig meine zurückgelegten Schritte, die hochgestiegenen Stockwerke, verbrauchten Kalorien oder Herzfrequenz auf. Über einen Sensor auf der Rückseite der Uhr wird die Herzfrequenz direkt am Handgelenk gemessen – ganz ohne extra Brustgurt, was zu einem gesteigerten Komfort führt.

Geht es zum Sport, bietet die vivoactive HR zahlreiche vorinstallierte Apps. Laufen, Fahrradfahren, Golfen, Skifahren, Walken und viele weitere Sportarten – die Uhr ist der perfekte Begleiter für jede sportliche Betätigung: Dank GPS-Empfänger und Sensoren werden etwa Geschwindigkeit, Distanz, Trittfrequenz, Anzahl der Schwimmzüge oder Geschwindigkeiten festgehalten und gespeichert. Die Aktivitäten können nach Beendigung direkt auf der Uhr oder nach der Synchronisation auf Garmin Connect analysiert werden. Dank „Garmin Move IQ“ zeichnet die Uhr automatisch Aktivitäten auf, wenn vergessen wurde, die Start-Taste zu betätigen (bei Gehen, Laufen, Radfahren, Schwimmen und Training auf dem Crosstrainer).

Ist die Smartwatch über Bluetooth mit einem Android- oder iOS-Smartphone verbunden, werden Benachrichtigen zu E-Mails, SMS, Terminerinnerungen oder Hinweise aus den sozialen Netzwerken direkt auf die Uhr übertragen und im Display angezeigt.

SUP-Funktion im ausführlichen Test

Als besonderes Highlight bietet die Garmin vivoactive HR eine „Stand Up Paddling App“. Diese stand im Mittelpunkt meines Tests.

Öffnet man die App über das Touch-Menü, aktiviert die Uhr automatisch das GPS und stellt in wenigen Sekunden eine Verbindung her. Startet man über den rechten Menüknopf die Aktivitätsaufzeichnung, werden neben der zurückgelegten Strecke über die GPS-Ortung auch klassische Werte wie die Zeit, Distanz und (durchschnittliche) Herzfrequenz aufgezeichnet. Darüber hinaus bietet die SUP-Funktion aber auch einige besondere Messwerte: die aktuelle Zugzahl, Distanz pro Zug und Gesamtzahl an Zügen.

Die einzelnen Messwerte werden auf drei verschiedenen Seiten auf dem Display angezeigt. Im Menü kann eingestellt werden, dass die drei Seiten automatisch durchwechseln – so sind alle Daten stets im Blick. Auch Runden oder Alarme für zurückgelegte Distanzen, Schlagraten oder Geschwindigkeiten können voreingestellt werden.

Wie bei anderen Sport-Apps können auch bei der SUP-Funktion GPS-Positionen gespeichert werden, etwa der Ausgangspunkt einer SUP-Tour. Über eine Pfeil-Anzeige mit Angabe der Entfernung auf dem Display findet man so jederzeit zum Start der Tour zurück. Eine sehr hilfreiche Funktion vor allem auf Gewässern, auf denen man sich nicht auskennt und schnell die Orientierung verlieren kann.

Bei meinem Test auf dem Pilsensee und Chiemsee funktionierte die GPS-Ortung und Aufzeichnung der zurückgelegten Strecke sehr präzise. Allerdings wurden die einzelnen Paddelschläge nur auf der linken Seite genau gezählt. Wechselte ich das Paddel nach rechts, wurde ungefähr nur jede fünfte Paddelbewegung als Schlag erkannt und aufgezeichnet. Ich hoffe, dass die Messungenauigkeit durch ein Softwareupdate und dadurch bessere Auswertung des Bewegungssensors behoben werden kann.

Nach Übertragung der Aktivität in Garmin Connect kann die Tour bis ins kleinste Detail analysiert werden:

Die gesamte Tour mit allen Statistiken kann auch öffentlich über Garmin Connect geteilt werden – hier ein Beispiel meiner Tour auf dem Pilsensee:

Fazit

Die Garmin vivoactive HR* hat mich im Test überzeugt. Auch wenn bei den Paddelschlägen Messungenauigkeiten auftraten, ist die GPS-Smartwatch der perfekte Begleiter – als Activity Tracker im Alltag oder Trainingsbegleiter auf dem SUP-Board. Alle Touren, Trainings und Rennen kann ich präzise aufzeichnen und anschließend am Laptop oder Smartphone auswerten und analysieren. Auch der Tragekomfort und die Aufzeichnung der Herzfrequenz direkt am Handgelenk ohne Brustgurt ist sehr gut. Ich kann die vivoactive HR GPS-Smartwatch daher für alle SUP-Aktivitäten empfehlen.

Technische Daten

Abmessungen Uhr: 30 x 57 x 12  mm
Handgelenkumfang von 137 bis 195 mm (Standard)
Handgelenkumfang von 162 bis 225 mm geeignet (XL)
Displaygröße / Displayauflösung 28,6 mm x 20,7 mm / 205 x 148 Pixel
Gewicht Standard-Armbänder: 47,6 g
XL-Armbänder: 48,2 g
Batterie / Betriebsdauer Lithium-Ionnen
Bis zu 8 Tage im Smartwatch-Modus (mit Herzfrequenzmessung rund um die Uhr)
13 Stunden im GPS-Modus
Wasserdichtigkeit 5 ATM
Apps (Auswahl) Sport-Apps: Stand Up Paddling, Laufen, Radfahren, Gehen, Schwimmbad, Skifahren / Snowboardfahren, Langlauf, Golfspielen, Rudern, Indoor Laufen, Indoor Rad, Indoor Rudern, Indoor Gehen

Über Garmin Connect können weitere Apps heruntergeladen werden.

Preis 269,99 Euro (UVP des Herstellers)

 

Transparenzhinweis
Die Garmin vivoactive HR habe ich zum Test vom Hersteller zur Verfügung gestellt bekommen.

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3 Gedanken zu “Test: Garmin vivoactive HR – Smartwatch mit SUP-Funktion

  1. Ein sehr schöner Bericht, weil er die vivoactive HR eben mal im Zusammenhang mit einer anderen Sportart, als Laufen und Radfahren zeigt. Ich habe das Fitnessarmband nun auch seit 3 Wochen im Test und muss mich jedoch tatsächlich aufs Laufen und Radfahren, sowie den Crosstrainer beschränken. In Kürze werde ich dann meinen Erfahrungsbericht auf http://www.fitness-tracker-test.info einstellen. Vielleicht ist das eine ganz schöne Ergänzung zu der Betrachtung hier.

    Dir Thomas wünsche ich auf jeden Fall viel Spaß mit der vivoactive HR. Es ist wirklich ein tolles Produkt.

  2. Hi, Vielen Dank für deinen Test…

    Wie wäre es, den Tracker am Paddel, anzubringen, …
    Dann entfällt, die schwierige Auswertung zwischen rechts und links?
    Zwar ist die Pulsmessung nichtmöglich, das stört mich persönlich nicht.
    Interessiert mich, da ich mit einem Auslegerkanu unterwegs bin!

    Grüße vom Chiemsee

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