Vorbericht: Lost Mills International SUP Race – Auf den Spuren der versunkenen Mühlen

Lost Mills (Bildquelle: www.lostmills.com)

Am Samstag, 28. Mai, ist der mittelfränkische Brombachsee wieder der Nabel der Paddelwelt: Beim „Lost Mills“ International SUP-Race treten Sportler aus fast 30 Ländern gegeneinander an.

Rolf Gsänger, besser bekannt unter dem Namen Surf-Sepp, ist quasi ein Urgestein des Fränkischen Seenlands. Er war einer der ersten, der in dem Anfang der 70er Jahre erschaffenen Seengebiet eine Surfschule eröffnete. Und es war auch der sonnengebräunte Senior, der das Stand Up Paddeling und das Lost-Mills-Rennen an den Brombachsee holte. „Als ihn Ernstfried Prade, sein langjähriger Freund, anrief und sagte: Sepp, wir mischen noch einmal bei der neuen Sportart ‚SUP‘ mit!, war er sofort begeistert“, heißt es auf der Homepage.

Und nun hat sich das Lost Mills einen hervorragenden Namen in der weltweiten Paddel- Elite erarbeitet. Internationale Größen wie Eric Terrien und Chase Kosterlitz haben schon am Rennen teilgenommen, und Kosterlitz wird im Nachgang sogar wie folgt zitiert: „Das beste Rennen, die beste Orga, die ich je bei einem Rennen erlebt habe.“

Kinder-Regatta, Hobby-Cup und der schnellste Paddler der Welt

Lost Mills am Brombachsee (Bildquelle: www.lostmills.com)
Lost Mills am Brombachsee (Bildquelle: www.lostmills.com)

Los geht das Lost-Mills-Wochenende eigentlich schon am Donnerstag mit einem Regattatraining mit Sonni Hönscheid sowie der anschließenden Kinder-Regatta und dem Seehof-Cup für „Jedermann“. Dort dürfen alle Nachwuchs- und Hobbysportler ihr Können beweisen. Die Startgebühr für den Seehof-Cup beträgt 20 Euro, die Kids dürfen für 10 Euro teilnehmen.

Am Freitag dann wird auf einer Rennstrecke von 200 Metern der „Fastest Paddler on Earth“ gesucht! Es gibt eine „Open Class“ um 13.00 Uhr und die Kategorie „Event Board“ um 16.00 Uhr. Bei letzterer starten alle Teilnehmer auf einem baugleichen Inflatable-Board. Es entscheidet also nicht das Material, sondern einzig und allein das Können darüber, wer sich als schnellster Paddler der Welt bezeichnen darf.

Lost Mills – Auf den Spuren der versunkenen Mühlen

Der Hauptwettkampf findet am Samstag statt. Startschuss für das 18 Kilometer lange Lost-Mills-Rennen ist um 14.00 Uhr. Zeitgleich findet übrigens der Erdinger-Cup statt. Die Strecke rund um den kleinen Brombachsee ist beide Male die selbe; beim Erdinger-Cup absolvieren die Sportler aber nur eine Runde, beim Lost Mills hingegen drei.

Strecke des Lost Mills 2016 (Bildquelle: www.lostmills.com)
Strecke des Lost Mills 2016 (Bildquelle: www.lostmills.com)

Aber wieso eigentlich „Lost Mills“? Die Antwort findet sich in der Geschichte des Brombachsees. Er ist kein natürliches Gewässer, sondern auf dem Reißbrett entstanden. Er dient als Hochwasserschutz für die Altmühl und versorgt gleichzeitig den regenarmen Norden Bayerns mit Wasser.

Das Brombachtal, das Mitte der 70er Jahre für den Stausee geflutet wurde, war zuvor die Heimat von insgesamt dreizehn Mühlen und Einöd-Höfen. Alle mussten zugunsten des Sees abgerissen werden. Die Sportler bewegen sich auf der Rennstrecke über den kleinen Brombachsee also auf den Spuren der versunkenen Mühlen – daher „Lost Mills“. (Eine Übersicht zur ehemaligen Lage der Mühlen gibt es hier).

Dem Sieger winkt ein ordentliches Preisgeld

Die Sieger aller Rennen (Fastest Paddler, Lost Mills und Erdinger-Cup) werden um 18.00 Uhr auf der Badehalbinsel Absberg geehrt. Dort findet an dem Wochenende der SeenLandMarkt statt und die Marktbühne wird kurzerhand zum Siegertreppchen umfunktioniert.

Den Gewinnern winkt übrigens ein recht ordentliches Preisgeld: Jeweils 1.800 Euro kassieren der beste Paddler und die beste Paddlerin im Lost-Mills-Rennen, der und die „Fastest Paddler on earth“ bekommen jeweils 1.000 Euro (Event Board) oder 500 Euro (Open Class).

Weitere Informationen und Streckenverlauf: www.lostmills.com.

Der SUPmatrose wird am Samstag live am Brombachsee sein und auf den Social Media Kanälen live über das Event berichten.

Über den Autor: Die Journalistin und Bloggerin Miriam Zöllich ist zwar im Fränkischen Seenland aufgewachsen, hat sich bislang aber noch nicht auf ein SUP-Board getraut. Das will sie möglichst schnell ändern. www.bayern-reiseblog.de

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