SUP am Gardasee – Abenteuer zwischen Bergen, auf dem Wasser und an Land

Dolce-Vita-Feeling, mediterranes Essen und Outdoor-Spielplatz – so präsentiert sich der Gardasee. Italiens größter See ist im Norden umgeben von den Alpen mit Zweitausendern wie dem Monte Baldo, im Süden präsentiert sich die Landschaft flach und weitläufig. Für Sportler ist die Region ein reinstes Paradies und perfekter Ausgangspunkt für vielfältige Aktivitäten – auf dem Wasser und an Land: Fahrrad fahren oder Mountainbiken, Wandern oder Klettern, Windsurfen oder Kiten. Alles ist möglich. Und seit Neuestem kommt eine weitere Sportart dazu: Stand Up Paddling. “Explore Lake Garde” heißt das neue, dreitägige Tourenprogramm zum Entdecken des Gardasees mit dem SUP-Board.

Foto: Andy Klotz / fotobyklotzi.de
Foto: Andy Klotz / fotobyklotzi.de

Einen Teil der Tour durfte ich auf Einladung von Stickl Sportcamp, der Buchungsplattform gardasee.de und Starboard testen. Das Abenteuer zwischen Bergen, auf dem Wasser und an Land startet in Malcesine am Ostufer im nördlichen, bergigen Teil des Gardasees.

Einchecken und Einpaddeln

Nur rund fünf Stunden von München entfernt empfängt mich der Gardasee nicht gerade bei Traumwetter. Auf dem Balkon meines Zimmers im zweiten Stock des 3-Sterne-Hotels Olivi habe ich einen schönen Blick auf den See, der allerdings durch den Regen etwas trüb ist. Also nichts wie runter in den großzügigen Barbereich und die ersten Mitpaddler treffen. Wir unterhalten uns über die bisherigen Stand-Up-Paddling-Erfahrungen und beobachten das Wetter, welches sich von Minute zu Minute bessert. Wird das “Einpadden” am späten Nachmittag doch noch möglich? Es sieht ganz danach aus! Nur weniger Meter vom Haupthaus des Hotels entfernt liegt die Basis des Stickl Sportcamps, wo sich täglich Surfer, Segler und Stand Up Paddler treffen, umziehen, Einweisungen erhalten und zu ihren Kursen starten.

Foto: Thomas Pfannkuch / SUPmatrose.de
Foto: Thomas Pfannkuch / SUPmatrose.de

Die Segelboote, Surf- und SUP-Boards liegen direkt am See, wo wir nach einem kurzen Fußweg ankommen. Die Basis liegt traumhaft in der Bucht Val di Sogno, die sichere Windbedingungen und eine geschützte Lage bietet. Die Bucht präsentiert sich als guter Startpunkt mit ruhigem Wasser. Auf der kleinen Runde raus aus der Bucht klart das Wetter weiter auf und ich kann zum ersten Mal die traumhafte Landschaft rund um den Gardasee genießen. Ja, obwohl ich nun bereits seit mehr als drei Jahren in München lebe, war ich noch nie am Gardasee. Und doch bekomme ich gleich Urlaubsstimmung.

Foto: Thomas Pfannkuch / SUPmatrose.de
Foto: Thomas Pfannkuch / SUPmatrose.de
Foto: Thomas Pfannkuch / SUPmatrose.de
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Foto: Andy Klotz / fotobyklotzi.de
Foto: Andy Klotz / fotobyklotzi.de

Am Abend geht es nach einem kurzen Empfang zum Abendessen in die Altstadt von Malcesine. Kleine Gasse, Souvenirgeschäfte und mediterranes Flair erwartet mich. Schnell noch im Hafen ein Selfie mit der gesamten Truppe machen, bevor es in ein kleines, sehr hübsches Restaurant geht. Ich genieße leckere Pasta und heimischen Vino. Heinz Stickl stellt uns das Konzept von “Explore Lake Garda” vor, dem ersten Stand-Up-Paddling-Tourenangebot am Gardasee:

Als Ex-Segeleuropameister und Surfweltmeister hat Heinz Stickl 1976 die erste Surfschule Italiens südlich von Malcesine gegründet. Durch die Lage in der Bucht ist das Camp der perfekte Ausgangspunkt für alle Wassersportarten: Windsurfen, Kiten, Segeln, Catamaran-Segeln oder Stand Up Paddeling. Und seit 2016 bietet er mit Foil-Segeln einen neuen Trend, bei dem man förmlich übers Wasser fliegt. Mit dem SUP ist das Foilen (leider) nur in den Wellen oder bei starkem Rückenwind möglich.

SUP-Tour am Gardasee: Ziel Campingplatz

Am Morgen genießen wir zunächst das reichliche Frühstück im Hotel Olivi, bevor es ans Packen geht. Was brauche ich tagsüber auf dem SUP-Board? Was am Abend auf dem Campingplatz? Und was ziehe ich ins Restaurant an? Wer jetzt denkt, dass alles auf dem SUP-Board mit muss, liegt falsch. Denn bei der mehrtägigen Stand-Up-Paddling-Tour über den Gardasee begleitet die Paddler jederzeit ein Begleitboot. Zelt, Isomatte, Schlafsack und alle weiteren wichtigen Dinge für den Campingplatz werden hiermit sicher transportiert. Ein echter Luxus. In einen wasserfesten Sack, den ich mit aufs Board nehme, kommen nur Getränke, Wechselklamotten und natürlich das Smartphone.

Foto: Andy Klotz / fotobyklotzi.de
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Foto: Thomas Pfannkuch / SUPmatrose.de
Foto: Thomas Pfannkuch / SUPmatrose.de

Zum Start der SUP-Tour entscheide ich mich, bei 18 Grad Außen- und 13 Grad Wassertemperatur, für meinen DryFashion-Trockenanzug, der kurz vor der Abreise zum Gardasee eintraf – welch ein Glück. Denn draußen auf offener See bläst mit rund 4 bis 5 Windstärken Peler, der Nordwind am Gardasee. Dieser setzt gewöhnlich in der Nacht ein und nimmt erst gegen Mittag ab, wie uns Gardasee-Experte Heinz Stickl auf dem Weg zum See erläutert. Charakteristisch sind dann die Wellen, die sich über den gesamten Nordteil des Gardasees ziehen. Nach einem Gruppenfoto starten wir zunächst in der geschützten Bucht auf den Starboard Touring-Boards. Wir haben die Auswahl zwischen Hard- und Inflatable-Boards mit einer Länge von 14’ oder 12,6′. Ich wähle zunächst ein 14er Inflatable Board und gewöhne mich in der ruhigen Bucht an das Board.

Foto: Andy Klotz / fotobyklotzi.de
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Wenig später paddeln wir raus auf die offene See, um an der Ostküste entlang Kurs Richtung Süden zu nehmen. Die erste Etappe wird mit dem Rückenwind und Wellen von hinten zu einem richtigen Downwinder. Mit den Profi-SUPern Arnd Dünzinger und Carsten Kurmis hatte ich Gardasee- und Downwind-Experten neben mir, die noch wertvolle Tipps geben konnten. Arnd hat 2014 mit drei Kollegen in rund 28 Stunden den Gardasee mit dem SUP umrundet – immerhin 155 Kilometer!

Foto: Andy Klotz / fotobyklotzi.de
Foto: Andy Klotz / fotobyklotzi.de
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Der Wind lässt nach, das Wasser wird ruhiger, wir genießen den faszinierenden Blick über den See und auf die Berge. Zwei Pausen und rund sieben Kilometer später landen wir an unserem Ziel an: dem Campingplatz Baldo, der südlich von Brenzone idyllisch direkt am See liegt. Wir laden das Equipment vom Beiboot, sortieren uns kurz und schon beginnt der Aufbau des Zeltlagers. Dank der Wurfzelte von Quechua, die das Sportcamp Stickl wenn nötig genauso stellt wie Isomatten und Schlafsäcke, gelingt dies in wenigen Minuten. Ich bin beeindruckt, wie schnell heutzutage ein Zelt steht. Pünktlich blitzt nun auch die Sonne durch die Wolken und wir genießen den Nachmittag am Ufer. Bäckermeister Arnd überrascht uns mit einem übergroßen Marmorkuchen und unglaublich leckeren Nussecken. Bayerische Backkunst am Gardasee – ein Genuss!

Foto: Andy Klotz / fotobyklotzi.de
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Foto: Thomas Pfannkuch / SUPmatrose.de
Foto: Thomas Pfannkuch / SUPmatrose.de
Foto: Andy Klotz / fotobyklotzi.de
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Für den Abend hat Heinz wieder ein leckeres Restaurant ausgesucht. Nach dem Paddeltag freue ich mich auf eine leckere Pizza in der Pizzeria La Roche. Zum Nachtisch gibt es einen der besten Schokokuchen, den ich je gegessen habe. Den gönne ich mir, ich habe ja schließlich auch etwas getan. La-Dolve-Vita-Feeling mit einem tollen Blick über den See und die beleuchteten Örtchen. Vollgefuttert geht es zurück auf den Campingplatz. Gute Nacht.

Foto: Thomas Pfannkuch / SUPmatrose.de
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Foto: Andy Klotz / fotobyklotzi.de
Foto: Andy Klotz / fotobyklotzi.de
Foto: Andy Klotz / fotobyklotzi.de
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Paddeln am Morgen sorgt für Lachen und Strahlen

Am nächsten Morgen bin ich bereits um 7:30 wach. Raus aus dem Zelt und ab aufs Wasser! Es ist strahlend blauer Himmel und bereits rund 20 Grad warm. Der Nordwird ist nicht so stark und so schnappe ich mir ein Hardboard, um eine kleine Morgenrunde zu paddeln. Frühaufsteher Arnd ist auch bereits auf dem Wasser und wenig später stößt auch Katarina dazu. Wir genießen die Landschaft, die sich heute wie aus dem Bilderbuch präsentiert. Herrlich, wenn man vor dem Frühstück schon auf dem Wasser war. Bis der Nordwind nachlässt, genießen wir die letzten Stücke von Arnd’s Backkunst, bauen die Zelte ab und machen Stretching-Übungen am Strand.

Foto: Katarina Lima
Foto: Katarina Lima
Foto: Andy Klotz / fotobyklotzi.de
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Gegen 12 Uhr braust Heinz mit dem Beiboot an und wir machen uns bei nachlassendem Nordwind auf den zurück. Mittagszeit ist Essenszeit. Daher geht es erstmal mit dem SUP in den Hafen von Brenzone, wo wir wieder in die Pizzeria La Roche einkehren. Es war einfach zu lecker dort. Gestärkt paddeln wir aus dem Hafen und nehmen den direkten Weg nach Malcesine. Bei ruhiger See, kaum Wind und purer Sonne zeigt sich der Gardasee als traumhafte Stand-Up-Paddling-Location mit atemberaubender Landschaft. Ich kann mit gar nicht sattsehen an den steilen Felswänden, Berghängen mit Weinreben und mediterranen Häusern.

Foto: Andy Klotz / fotobyklotzi.de
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Zurück am Basecamp hat Heinz Stickl noch eine letzte Überraschung: Surfboarding. Stehend auf einem Surfbrett zieht er mich und weitere Sportverrückte quer über den See. Der perfekte Abschluss einer tollen Stand-Up-Paddling-Tour am Gardasee.

Foto: Thomas Pfannkuch / SUPmatrose.de
Foto: Thomas Pfannkuch / SUPmatrose.de
Foto: Andy Klotz / fotobyklotzi.de
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Die dreitägige Tour (Freitag bis Sonntag) kann ab sofort beim Stickl Sportcamp gebucht werden. Wer vorher noch nicht auf einem SUP-Board gestanden hat, sollte ein paar Tage vor der Tour anreisen und einen Einsteigerkurs machen. Für die Tour ist eine sportliche Voraussetzung. Weitere Informationen zu “Explore Lake Garda SUP-Tour” mit Buchungsmöglichkeit unter https://stickl.com/Explore_Lake_Garda_Sup_Tour-1-253.htm.

Foto: Andy Klotz / fotobyklotzi.de
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Die Reise wurde unterstützt von Stickl Sportcamp, Starboard und gardasee.de. Vielen Dank für die Einladung und für die tolle Zeit an das gesamte Team. Besondrer Dank an Andy Klotz / fotobyklotzi.de für die genialen Bilder.

 

Weitere Eindrücke der SUP-Tour am Gardasee

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